Bergfest auf der LGS: Was bisher begeisterte und was noch kommt

Die Landesgartenschau Leinefelde-Worbis 2026 feiert Bergfest. Am Freitag, 17. Juli, war der 86. von insgesamt 172 Gartenschautagen erreicht. Seit der Eröffnung am 23. April haben bereits rund 125.000 Menschen die Gartenstadt, den Augarten, den Blumenblock und die zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen besucht. Besonders erfreulich ist, dass die täglichen Besucherzahlen zuletzt kontinuierlich gestiegen sind. Konzerte, Familienangebote, das Grüne Klassenzimmer, Themengärten, Mitmachaktionen und besondere Begegnungen haben die ersten drei Monate geprägt. Am 4. Juli konnte bereits der 100.000. Gast begrüßt werden.
„125.000 Gäste zur Halbzeit sind ein starkes Signal und zugleich Ansporn für die kommenden Wochen“, sagt LGS-Geschäftsführer Stefan Nolte. „Besonders freut uns, dass viele Besucherinnen und Besucher wiederkommen. Genau dafür ist diese Gartenschau gemacht, denn Pflanzungen, Ausstellungen und Veranstaltungsprogramm verändern sich ständig.“

Viele Hände halten die Gartenschau am Laufen
Hinter jedem Gartenschautag steht eine große Gemeinschaft. Das engagierte LGS-Team, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt, rund 150 Ehrenamtliche, Gartenbauunternehmen und Gärtnereien sorgen ebenso für einen reibungslosen Ablauf wie das Reinigungsteam, die Security, das Veranstaltungs-Team der LGS und die Weiße Flotte als Caterer. Hinzu kommen zahlreiche Partner, Sponsoren, Aussteller und regionale Akteure.
„Was für die Gäste leicht und selbstverständlich aussehen soll, ist täglich das Ergebnis präziser Zusammenarbeit“, betont LGS-Geschäftsführer Tobias Otto. „Unser Dank gilt allen, die morgens früh beginnen, Pflanzen pflegen, Wege reinigen, Gäste begrüßen, Veranstaltungen vorbereiten, für Sicherheit sorgen und auch dann Lösungen finden, wenn Wetter oder Betrieb besondere Herausforderungen mit sich bringen.“
Ein wichtiger Treffpunkt ist zudem der täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnete Gärtnermarkt vor dem Blumenblock. Er liegt außerhalb des Bezahlbereichs und ist frei zugänglich. Die Händler bieten unter anderem Blumenzwiebeln, Knollen, Kräuter, Samen, Stauden, Beet- und Balkonpflanzen, kleine Gehölze, handgetöpferte Arbeiten, Gartenkeramik und Dekorationen an. Thüringer Rostbratwurst, Kaffee und Kuchen, Crêpes, Eis, Süßigkeiten und regionale Getränke ergänzen das Angebot.

Die Gartenschau wechselt ihr Gesicht
Auch gärtnerisch beginnt zur Halbzeit ein neues Kapitel. Entlang der Promenade im Augarten leuchtet der Sommerflor derzeit in abgestimmten Rosa-, Rot-, Violett-, Orange- und Gelbtönen. Wildblumenmatten, Rosen, Kräuter, mediterrane Gehölze und vielfältige Staudenpflanzungen sorgen für immer neue Eindrücke.
Ab August übernehmen zunehmend die Dahlien die Hauptrolle. Rund 1.700 Pflanzen in etwa 170 Sorten sowie weitere rund 1.500 Dahlien in gemischten Pflanzungen stehen in der Gartenstadt, im Augarten und in Tüffers Garten. Ab Ende August folgen rund 5.000 Astern in etwa 13 Sorten. Gräserhügel, Herbstpflanzungen und neue Blumenwiesen führen die Schau anschließend farbenreich bis in den Oktober. Auch auf dem Stadtacker verändert sich die Ernte mit Salaten, Kräutern, Tomaten und Zucchini bis hin zu Bohnen, Kürbissen, Mangold, Kartoffeln und Süßkartoffeln. 

Blumenblock bleibt ein Erlebnis mit zwölf Gesichtern
Ein Publikumsmagnet ist der Blumenblock, der Floristik, Kunst, Gartenbau und Leinefelder Stadtgeschichte auf fünf Etagen miteinander verbindet. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss inszenieren Christopher Ernst und sein Team insgesamt zwölf wechselnde Blumenschauen.
Aktuell ist bis zum 26. Juli die Ausstellung „Illusion und Realität“ zu sehen. Danach folgen „Monoton und Vielfältig“, „Fruchtbar und Öde“, „Mystisch und Rational“, „Modern und Tradition“ sowie zum Finale „Begegnung und Trennung“. Ergänzt werden die floralen Inszenierungen unter anderem durch Ausstellungen zu Grünen Berufen, Gartenbaugeschichte und Kunst sowie die originale DDR-Nostalgiewohnung.

Volles Programm bis zum Finale
Auch die zweite Hälfte bietet zahlreiche Gründe für einen ersten oder erneuten Besuch. Bereits am 24. und 25. Juli ist Schauspielerin, Autorin und Sängerin Ronja Forcher mit einer Lesung und einem musikalischen Abend zu Gast. Weitere Familientage, Konzerte, Theater, Workshops, Angebote im Kirchenpavillon und Veranstaltungen des Grünen Klassenzimmers folgen.
Vom 14. bis 23. August wird der Himmel über der Landesgartenschau zum Schauplatz eines großen Ballonspektakels. An zehn Abenden sollen jeweils zehn Heißluftballons starten. Parallel bringt die VR-Bank-Mitmachwoche unter anderem Landeswelle Thüringen, Princess Jo, Goldmeister und den bekannten Eichsfelder Komponisten Martin Kohlstedt auf die Bühne. Im weiteren Verlauf folgen unter anderem das Drehorgel-Wochenende, der Thüringer Dahlientag mit Sortenschau sowie zahlreiche Musik-, Familien- und Mitmachangebote bis zum Abschluss am 11. Oktober.

Was nach dem 11. Oktober bleibt
Die Landesgartenschau ist mehr als eine Veranstaltung für 172 Tage. Wo einst mehr als 850 Garagen standen, ist die Grundlage für eine grüne Gartenstadt und ein künftiges ökologisches Wohnquartier entstanden. Die aufgewertete Grüne Achse, die renaturierte Ohne-Aue, neue Wege, Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und Sportanlagen bleiben ebenso erhalten wie der archäologische Erlebnisort Kirrode, der Augarten, der Lunapark und Tüffers Garten.
Tüffers Garten und der Lunapark stehen den Einwohnerinnen und Einwohnern dabei nicht erst nach dem Ende der Gartenschau zur Verfügung. Auf Initiative von Stadtbürgermeister Christian Zwingmann und gemeinsam getragen von der LGS-Geschäftsführung wurde der Parkbereich bereits zum 1. Juni geöffnet. Er kann täglich von 10 bis 20 Uhr ohne LGS-Ticket besucht werden.

„Die Landesgartenschau ist ein großes Fest, ihre wichtigste Wirkung reicht aber weit über den 11. Oktober hinaus“, erklärt Stadtbürgermeister Christian Zwingmann. „Neue Parks, Wege, Spiel- und Sportangebote, die Gartenstadt, die Ohne-Aue, Kirrode und Tüffers Garten verbessern die Lebensqualität für alle Einwohner von Leinefelde-Worbis dauerhaft. Das Bergfest ist deshalb kein Schlusspunkt, sondern die Einladung, den Wandel unserer Stadt immer wieder neu zu entdecken.“
Bis zum Finale bleiben noch 86 Tage voller Blüten, Kultur, Begegnungen und Überraschungen. Und die zweite Hälfte hat gerade erst begonnen.

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