Apolda blickt hinter die Kulissen der Landesgartenschau

Mit Wurst, Bier, Wolle und einem kleinen Apfelbaum im Gepäck hat eine Delegation aus Apolda die Landesgartenschau Leinefelde-Worbis besucht. Anlass war die Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung der 8. Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2036. Im Mittelpunkt des Besuchs standen der fachliche Austausch, wertvolle Praxiserfahrungen sowie ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen einer laufenden Landesgartenschau.
Die Gäste informierten sich über die Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Großprojekts. Dabei erhielten sie Einblicke in zentrale Themen wie Geländeentwicklung, Veranstaltungsplanung, Besuchersteuerung, Betrieb, Kommunikation und nachhaltige Nachnutzung. Die Erfahrungen aus Leinefelde-Worbis sollen in die weiteren Planungen der Apoldaer Bewerbung einfließen.
Mit einer erneuten Landesgartenschau möchte Apolda an den Erfolg des Jahres 2017 anknüpfen. Unter dem Motto „Blütezeit“ hatte die Stadt damals die 4. Thüringer Landesgartenschau ausgerichtet. Die Veranstaltung setzte nachhaltige Impulse für die Stadtentwicklung, die regionale Wirtschaft, den Tourismus, die Kultur und das gesellschaftliche Miteinander.
Die Bewerbung für das Jahr 2036 soll diese Entwicklung fortführen. Geplant ist, neue städtebauliche, ökologische und touristische Projekte anzustoßen, wichtige Zukunftsvorhaben zu bündeln und zusätzliche Fördermöglichkeiten für Investitionen in Infrastruktur und Lebensqualität zu erschließen.
„Die Landesgartenschau 2017 hat Apolda nachhaltig verändert. Jetzt wollen wir die Chance nutzen, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und eine neue Blütezeit für unsere Stadt einzuleiten. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern möchten wir Apolda fit für die Zukunft machen“, erklärt Apoldas Bürgermeister Olaf Müller.
„Danke!“, sagt „Apolle“
Als Dank für die Gastfreundschaft, die umfangreiche Führung und die zahlreichen fachlichen Informationen überreichte die Delegation den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesgartenschau einen Präsentkorb mit typischen Apoldaer Spezialitäten. Dieser trug den augenzwinkernden Spruch: „Danke!“, sagt „Apolle“ mit Wurst, Bier und Wolle.
Damit vereinte das Geschenk gleich drei Produkte, für die Apolda über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Ergänzt wurde der Präsentkorb durch ein kleines Apfelbäumchen mit besonderer Bedeutung. Der Name Apolda leitet sich vom Begriff „Apfelbaum“ ab. Bis heute ist der Baum ein Wahrzeichen der Stadt und Bestandteil des Apoldaer Stadtwappens.
Das Bäumchen soll im Bereich der Ereignisbäume auf dem Gelände der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis einen würdigen Platz erhalten. Mit der Pflanzung ist zugleich eine besondere Geste verbunden: Bürgerinnen und Bürger aus Apolda sollen künftig die Äpfel des Baumes ernten dürfen. So entsteht ein lebendiges Zeichen der Verbundenheit zwischen zwei Thüringer Landesgartenschau-Städten. Der Baum steht für gemeinsames Wachstum, nachhaltige Zusammenarbeit und den Austausch von Erfahrungen, die weit über das Ende einer Gartenschau hinauswirken.







